Profilzertifikat für August-Hermann-Francke-Schulen

Foto: privat

Martin Molter, Leiter der Grundschule Detmold, Arnold Driediger, Leiter der Grundschule Lemgo, Erich Albrecht, Leiter der Hauptschule (v.l.) erhalten von EchriS-Vorstand Dieter Miedza (2.v.l.) das Profilzertifikat für ihre Evaluation. Foto: privat

AHF- Schulen haben wichtiges Etappenziel der Schulentwicklung erreicht

Aus: Der Detmolder [Online-Zeitung], 5 April, 2014

Detmold / Lemgo. Nach über einem Jahr intensiver Arbeit haben die drei Schulen nun endlich offiziell ein wichtiges Etappenziel in der Schulentwicklung erreicht. Die zwei August-Hermann-Francke-Grundschulen (Detmold und Lemgo) und auch die Hauptschule haben den Evaluationsprozess mit EchriS erfolgreich abgeschlossen und bekamen nun dafür im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums die Auszeichnung verliehen. Der Verein „EchriS – Förderung der Entwicklung christlicher Schulen“ ist Träger des Projektes EchriS zur Evaluation christlicher Schulen. Damit Schulen in christlicher Trägerschaft bei der Schulentwicklung auch die Möglichkeit eigener Wege haben, wurde ein alternatives Evaluationsmodell für Schulen christlicher Prägung entwickelt.

Überreicht wurde die Auszeichnung von EchrisS-Vorstand Dieter Miedza, der unter anderem als Abteilungsleiter in der kirchlichen Schulaufsicht des Bistums Münster gearbeitet hat und nun die Erzbischöfliche Marienschule in Leverkusen-Opladen leitet. Miedza gratulierte herzlich zu dem positiven Ergebnis und bescheinigte gründliche und zügige Durchführung der Evaluation. Aufgaben, für die andere Schulen im Schnitt zwei bis drei Jahre benötigten, seien in Lippe in 14 Monaten bewerkstelligt. Anatol Wiebe begleitete als externer Koordinator den Evaluationsprozesses und ist mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden: „Als Koordinator habe durch die intensive Arbeit mit den Evaluations-Teams eine motivierte Schulgemeinschaft sowie einen Schulträger mit hohem Anspruch an die Qualität der Schulen kennen gelernt.“ Peter Dück, Geschäftsführer des Schulträgers der AHF-Schulen, bedankte sich im Namen des Schulvorstands bei Miedza für die fruchtbare Zusammenarbeit und gratulierte ebenfalls den drei Schulleitern zum erfolgreichen Erreichen der EchriS-Auszeichnung: „EchriS hat bei der Evaluation unserer Schulen einen wertvollen Beitrag geleistet. Über die positiven Ergebnisse freuen wir uns natürlich besonders. Aber wir danken auch für die Hinweise zum Nachholbedarf, wie in der Schülerbeförderung oder der Innenbeschilderung. Da werden wir unsere Hausaufgaben machen.“

EchriS ist ein Evaluationsmodell, das speziell für christliche Schulen entwickelt wurde. In einem Evaluationsteam sind alle Beteiligten der Schulgemeinschaft vertreten: Schüler, Eltern, Lehrer, Erzieher, Schulleitung, Schulträger, Partner. Sie bilden zusammen das Evaluationsteam der Schule, das von EchriS-zertifizierten Moderatoren begleitet insgesamt sechs Bereiche untersucht: Die pädagogische Perspektive umfasst die Dimensionen Bildung, Erziehung und Betreuung, die christliche Perspektive die Dimensionen Hoffnung, Klarheit und Verantwortung. So sind unter anderem untersucht worden: die Positionierung der Schule mit einem christlichen Profil nach innen und nach außen, die Beschreibung der schulinternen Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten, die Überprüfung von bestehenden Ziele und das Aufgreifen von Entwicklungsimpulsen und die Beschreibung und Reflexion der eigenen Geschichte. EchriS bietet dafür ein systematisches Instrument, das von der Schule an die konkreten Bedürfnisse angepasst wird. Diese Schritte haben die drei Schulen jetzt erfolgreich gemeistert und bekamen dafür das EchriS-Zertifikat verliehen.